Google SEO

Standortseiten richtig aufbauen: Local Landingpages ohne Duplicate Content

Mehrere Filialen oder ein großes Einzugsgebiet? So baust du Standortseiten, die echten Mehrwert bieten, in Google ranken und nicht als Brückenseiten gelten.

RRankero RedaktionVeröffentlicht 3 Min. Lesezeit

Ein Pflegedienst mit fünf Standorten, ein Handwerksbetrieb, der in zwanzig Orten arbeitet, eine Restaurantkette: Sie alle wollen für mehrere Orte gefunden werden. Die naheliegende Idee – zwanzig Seiten mit demselben Text und ausgetauschtem Ortsnamen – ist genau das, was Google als Brückenseiten (Doorway Pages) bewertet und abwertet. Es geht auch besser.

Inhaltsverzeichnis
  1. Zwei Ausgangslagen, zwei Strategien
  2. Was eine gute Standortseite enthält
  3. Doorway Pages vermeiden
  4. URL-Struktur und interne Verlinkung
  5. Strukturierte Daten pro Standort
  6. Einzugsgebiete ohne Büro: So geht es seriös
  7. Bewertungen pro Standort im Blick behalten

Zwei Ausgangslagen, zwei Strategien

SituationStrategie
Mehrere echte Standorte mit eigener AdresseJe eine Standortseite pro Filiale, jeweils mit eigenem Google-Profil verknüpft
Ein Standort, großes EinzugsgebietEinige Regions- oder Stadtseiten mit Referenzen und lokalen Details – nur dort, wo du wirklich viel arbeitest

Was eine gute Standortseite enthält

Stell dir die Frage: Würde ein Kunde aus diesem Ort auf der Seite etwas erfahren, das er auf der allgemeinen Leistungsseite nicht findet? Wenn nein, ist die Seite überflüssig. Bausteine, die echten Mehrwert schaffen:

  • Vollständige Kontaktdaten des Standorts, identisch mit dem Google-Profil
  • Öffnungszeiten, Anfahrt, Parkmöglichkeiten, ÖPNV-Haltestellen
  • Team vor Ort mit Fotos und Namen
  • Leistungen, die genau an diesem Standort angeboten werden
  • Referenzprojekte oder Fallbeispiele aus dem Ort
  • Echte Bewertungen von Kunden dieses Standorts
  • Eingebettete Karte und lokale FAQs („Gibt es Parkplätze?“)

Doorway Pages vermeiden

Google beschreibt Brückenseiten als Seiten, die für ähnliche Suchanfragen erstellt werden und Nutzer letztlich zum gleichen Ziel führen, ohne eigenen Mehrwert. Typische Warnsignale:

  • Identischer Text auf vielen Seiten, nur der Ortsname wechselt
  • Seiten für Orte, in denen du nie tätig bist
  • Keine Navigation zu den Seiten – sie existieren nur für Google
  • Lange Listen von Ortsnamen im Footer

URL-Struktur und interne Verlinkung

Eine klare Struktur hilft Google und Nutzern gleichermaßen. Bewährt hat sich ein Verzeichnis für Standorte, etwa /standorte/koeln-ehrenfeld/. Von einer Übersichtsseite mit Karte verlinkst du alle Standorte; jede Standortseite verlinkt zurück und zu den passenden Leistungsseiten.

Im Google-Unternehmensprofil jedes Standorts trägst du als Website die jeweilige Standortseite ein – nicht die allgemeine Startseite. So wird die Verbindung zwischen Profil und Seite eindeutig.

Strukturierte Daten pro Standort

Jede Standortseite bekommt ein eigenes LocalBusiness-Markup mit Adresse, Geo-Koordinaten, Öffnungszeiten und Telefonnummer. Über die Eigenschaft parentOrganization oder eine gemeinsame Marke verknüpfst du die Standorte mit dem Unternehmen. Wie das konkret aussieht, zeigt Strukturierte Daten: LocalBusiness-Schema.

Einzugsgebiete ohne Büro: So geht es seriös

Arbeitest du von einem Standort aus in mehreren Orten, kannst du für die wichtigsten Regionen eigene Seiten erstellen – sofern du dort substanziell tätig bist. Fülle sie mit echten Projekten: „Dachsanierung in Bergisch Gladbach: Vorher-Nachher“, Kundenstimmen aus dem Ort, regionale Besonderheiten (z. B. Bauvorschriften, typische Haustypen). Fünf solcher Seiten bringen mehr als fünfzig dünne.

Bewertungen pro Standort im Blick behalten

Bei mehreren Filialen unterscheiden sich die Bewertungen oft stark. Ein Standort mit 3,7 Sternen kann das Markenimage aller anderen beschädigen – auch, weil KI-Assistenten Bewertungen markenweit zusammenfassen. Überwache jedes Profil einzeln und reagiere schnell. Ein strukturiertes Vorgehen beschreibt Bewertungsmanagement als Strategie.

Häufige Fragen

Wie lang sollte eine Standortseite sein?

Es gibt keine Mindestlänge. Entscheidend ist, dass die Seite die Fragen eines Kunden aus diesem Ort vollständig beantwortet. In der Praxis landen gute Standortseiten oft bei 400 bis 900 Wörtern plus Bildern.

Kann ich Texte per KI für jede Stadt variieren lassen?

Umformulierte Varianten desselben Inhalts bleiben inhaltlich austauschbar und bieten keinen Mehrwert. KI kann beim Formulieren helfen, aber die ortsspezifischen Fakten, Projekte und Bilder müssen von dir kommen.

Brauche ich für jeden Ort ein Google-Unternehmensprofil?

Nur für Orte, an denen du eine echte, während der Öffnungszeiten besetzte Niederlassung hast. Profile für Orte ohne Niederlassung verstoßen gegen die Richtlinien.

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.