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In ChatGPT empfohlen werden: So wird dein Unternehmen zur KI-Empfehlung

Immer mehr Kunden fragen ChatGPT nach Empfehlungen. Wie die KI ihre Antworten zusammenstellt und was du tun kannst, damit dein Betrieb in der Liste auftaucht.

RRankero RedaktionVeröffentlicht Aktualisiert 4 Min. Lesezeit

„Empfiehl mir einen guten Elektriker in Stuttgart, der auch Wallboxen installiert.“ Solche Anfragen landen täglich bei ChatGPT. Die Antwort ist eine kurze Liste – meist drei bis fünf Betriebe mit einer Begründung. Wer darin steht, bekommt einen enormen Vertrauensvorschuss. Wer fehlt, existiert für diesen Nutzer nicht. Hier erfährst du, wie die Auswahl zustande kommt und wie du deine Chancen erhöhst.

Inhaltsverzeichnis
  1. Woher ChatGPT seine Empfehlungen nimmt
  2. Was ChatGPT bei der Auswahl offenbar gewichtet
  3. Konkrete Schritte
  4. Was nicht funktioniert
  5. Selbsttest: Wie sieht ChatGPT dich?

Woher ChatGPT seine Empfehlungen nimmt

ChatGPT kann auf zwei Wissensquellen zurückgreifen: das, was das Modell beim Training gelernt hat, und eine Live-Suche im Web. Bei Fragen nach lokalen Betrieben, Öffnungszeiten oder aktuellen Empfehlungen nutzt ChatGPT in der Regel die Suche. Dabei werden Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen abgerufen, gelesen und zusammengefasst – oft mit Links zu den verwendeten Seiten und, bei lokalen Anfragen, mit Karten- und Bewertungsinformationen.

Welche Quellen genau herangezogen werden, legt OpenAI nicht vollständig offen. In der Praxis tauchen immer wieder dieselben Typen auf:

  • Websites der Unternehmen selbst
  • Bewertungsplattformen und Branchenportale
  • „Die besten …“-Listen von Stadtmagazinen, Blogs und Vergleichsportalen
  • Lokale Nachrichtenseiten
  • Foren und Community-Plattformen wie Reddit
  • Karten- und Unternehmensdaten von Drittanbietern

Was ChatGPT bei der Auswahl offenbar gewichtet

Aus wiederholten Tests lassen sich Muster ableiten. Die KI empfiehlt bevorzugt Betriebe, die:

  1. zur konkreten Frage passen – die genannte Leistung ist auf Website oder in Bewertungen klar belegt,
  2. auf mehreren unabhängigen Quellen positiv auftauchen,
  3. gute und zahlreiche Bewertungen haben,
  4. klare, konsistente Basisdaten bieten (Name, Ort, Leistungen),
  5. konkrete Unterscheidungsmerkmale haben, die sich als Begründung eignen („spezialisiert auf …“, „bekannt für …“).

Konkrete Schritte

1. Website als klare Faktenquelle

Deine Website sollte unmissverständlich sagen, was du anbietest, für wen, wo und was dich auszeichnet. Leistungen gehören auf eigene Unterseiten, häufige Fragen in einen FAQ-Bereich. Je leichter die Fakten auszulesen sind, desto eher übernimmt die KI sie korrekt. Tipps dazu: Content für KI-Suchmaschinen.

2. Bewertungen auf mehreren Plattformen

Google-Bewertungen sind wichtig, aber nicht alles. ChatGPT liest auch Branchenportale und andere Bewertungsseiten. Achte auf eine gute Präsenz auf den zwei, drei Plattformen, die in deiner Branche relevant sind. Und kümmere dich um Bewertungen, die das Bild verzerren: Fake- oder Racheaktionen kannst du melden oder entfernen lassen.

3. In Listen und Medien auftauchen

Listenartikel wie „Die 10 besten Cafés in Leipzig“ werden von KI-Systemen gern als Quelle genutzt. Sprich Lokalmedien und Stadtblogs an, nimm an regionalen Auszeichnungen teil, pflege Kontakte zu Bloggern deiner Branche. Jede seriöse Erwähnung stärkt deine Position als „bekannte Adresse“ – siehe auch Entity SEO.

4. Crawler nicht aussperren

OpenAI nutzt für die Suche den Crawler OAI-SearchBot, für das Training GPTBot. Wer in ChatGPT-Suchergebnissen auftauchen will, sollte zumindest den OAI-SearchBot zulassen. Prüfe deine robots.txt und eventuelle Firewall-Regeln – Details in KI-Crawler, robots.txt und llms.txt.

5. Bing nicht vergessen

Bing ist für einige KI-Assistenten eine wichtige Datenquelle. Ein gepflegter Eintrag in Bing Places und eine in den Bing Webmaster Tools angemeldete Website kosten wenig Zeit und können sich lohnen.

Was nicht funktioniert

  • Versteckte Texte oder „Anweisungen an KI“ auf der Website – das ist Manipulation und kann als Spam gewertet werden.
  • Gekaufte Bewertungen – unzulässig und zunehmend erkennbar.
  • Massenhaft generierte Listenartikel auf eigenen Seiten, die dich selbst auf Platz 1 setzen – wenig glaubwürdig und von Suchsystemen zunehmend abgewertet.

Selbsttest: Wie sieht ChatGPT dich?

Stelle ChatGPT Fragen, wie es deine Kunden tun würden: „Welcher [Branche] in [Ort] ist empfehlenswert für [Anliegen]?“ Frag auch direkt: „Was weißt du über [Firmenname] in [Ort]?“ Notiere, ob du genannt wirst, mit welcher Begründung und welche Quellen verlinkt sind. Wiederhole den Test regelmäßig – eine strukturierte Methode beschreibt KI-Sichtbarkeit messen.

Häufige Fragen

Kann ich bei OpenAI meinen Firmeneintrag korrigieren?

Ein offizielles Unternehmensverzeichnis wie bei Google gibt es dafür nicht. Korrigiere die Quellen, aus denen ChatGPT liest: Website, Kartendienste, Branchenportale und Verzeichnisse.

Warum empfiehlt ChatGPT einen Mitbewerber, der schlechter ist?

Meist, weil er in mehr Quellen positiv erwähnt wird oder seine Leistungen klarer beschrieben sind. KI bewertet nicht die tatsächliche Qualität, sondern die verfügbaren Informationen darüber.

Spielen negative Bewertungen bei ChatGPT eine Rolle?

Ja. Wiederkehrende Kritikpunkte tauchen in Zusammenfassungen auf oder führen dazu, dass ein Betrieb gar nicht erst empfohlen wird – besonders wenn die Frage eine bestimmte Eigenschaft betont, etwa „freundlich“ oder „zuverlässig“.

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.