Die meisten zufriedenen Kunden würden gern eine Bewertung schreiben, scheitern aber an der Hürde dazwischen: Profil suchen, Bewerten-Button finden, einloggen. Ein direkter Bewertungslink und ein QR-Code räumen diese Hürde weg. Mit einem Scan oder Klick landet der Kunde direkt im Bewertungsfenster deines Unternehmens. Hier erfährst du, wie du den Link auf drei Wegen erstellst, wie du daraus einen QR-Code und einen Tischaufsteller machst und was du dabei rechtlich beachten musst.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Google-Bewertungslink?
Ein Bewertungslink ist eine Internetadresse, die direkt das Formular „Rezension schreiben“ für ein bestimmtes Unternehmen bei Google öffnet. Kunden müssen weder nach deinem Profil suchen noch sich durch Google Maps klicken. Wer in seinem Google-Konto angemeldet ist, sieht sofort die fünf Sterne und das Textfeld.
Jeder Eintrag bei Google Maps hat eine eindeutige Kennung, die Place ID. Sie sieht ungefähr so aus: ChIJN1t_tDeuEmsRUsoyG83frY4. Alle Varianten des Bewertungslinks beruhen auf dieser Kennung. Das ist auch der Grund, warum der Link sich nicht ändert, wenn du Öffnungszeiten, Fotos oder Beschreibungen anpasst.
Den Bewertungslink erstellen: drei Wege
Weg 1: Über dein Google-Unternehmensprofil
Der offizielle Weg führt über das Profil selbst. Du brauchst dafür Zugriff als Inhaber oder Verwalter.
- Suche bei Google nach dem Namen deines Unternehmens, während du mit dem Konto angemeldet bist, das dein Profil verwaltet.
- Im Profil, das Google dir anzeigt, wählst du „Bewertungen erhalten“ (je nach Ansicht auch „Nach Rezensionen fragen“ oder „Bewertungsformular teilen“).
- Google zeigt dir einen Kurzlink, der die Form g.page/r/… hat, und Schaltflächen zum Kopieren und Teilen.
- Kopiere den Link und speichere ihn an einem Ort, auf den dein Team zugreifen kann.
Der Vorteil dieses Wegs: Der Kurzlink ist kurz, gut lesbar und kommt direkt von Google. Der Nachteil: Die Bezeichnungen und der Ort der Schaltfläche ändern sich gelegentlich, und du musst Zugriff auf das Profil haben.
Weg 2: Mit dem kostenlosen Rankero-Generator
Wenn du keinen Profilzugriff hast oder es schnell gehen soll, nutze den kostenlosen Bewertungslink-Generator. Du suchst dein Unternehmen, wählst den Treffer aus und erhältst sofort den Direktlink zum Kopieren und einen QR-Code als PNG zum Herunterladen. Eine Anmeldung brauchst du nicht.
Das ist praktisch für Agenturen und Filialleiter, die nicht selbst Inhaber des Profils sind. Der QR-Code wird direkt in deinem Browser erzeugt, das PNG hat 1024 × 1024 Pixel und reicht für Druck bis A4.
Weg 3: Manuell mit der Place ID
Du kannst den Link auch selbst zusammensetzen. Dafür brauchst du die Place ID deines Unternehmens. Google bietet dafür in der Dokumentation zur Maps Platform ein Werkzeug an, den „Place ID Finder“: Du gibst den Namen deines Unternehmens in die Suche ein und bekommst die Kennung angezeigt. Anschließend setzt du sie in dieses Muster ein:
text
https://search.google.com/local/writereview?placeid=DEINE_PLACE_IDErsetze DEINE_PLACE_ID durch die kopierte Kennung, ohne Leerzeichen. Öffne den fertigen Link anschließend selbst im Browser, am besten auch auf dem Smartphone, und prüfe, ob das Bewertungsfenster mit dem richtigen Unternehmensnamen erscheint. Dieser kurze Test verhindert, dass tausend gedruckte Aufsteller zu einem falschen Eintrag führen.
QR-Code und Tischaufsteller erstellen
Ein QR-Code verwandelt den Link in ein Bild, das Kunden mit der Handykamera scannen. Du brauchst dafür keine spezielle App: Die Kamera aller aktuellen iPhones und Android-Geräte erkennt QR-Codes von selbst.
So wird der QR-Code gut lesbar
- Kontrast: Dunkler Code auf hellem Grund ist am zuverlässigsten. Invertierte oder farbig getönte Codes werden nicht von jedem Gerät erkannt.
- Ruhezone: Lass rund um den Code einen freien Rand, mindestens vier Module breit. Der Rankero-Generator bringt dafür bereits einen Rand mit.
- Größe: Für Tische und Kassen sind etwa 4 bis 6 Zentimeter Kantenlänge angenehm, bei Aushängen, die aus mehreren Metern gescannt werden sollen, eher 8 bis 10 Zentimeter.
- Testen: Scanne den ausgedruckten Code mit verschiedenen Geräten und bei normaler Raumbeleuchtung.
Vom QR-Code zum Tischaufsteller
Ein Zettel mit einem nackten QR-Code wird oft übersehen. Besser wirkt ein Aufsteller mit einer kurzen, freundlichen Ansprache, den fünf Sternen als Symbol und einem Hinweis, was zu tun ist. Bewährt hat sich folgender Aufbau:
- Eine neutrale Überschrift, etwa „Wie war Ihr Besuch?“.
- Ein Satz wie „Wir freuen uns über Ihre ehrliche Bewertung auf Google“.
- Der QR-Code, deutlich sichtbar in der Mitte.
- Ein Hinweis zum Scannen: „Kamera öffnen und QR-Code scannen“.
- Dein Firmenname oder Logo, damit der Aufsteller zu deinem Auftritt passt.
Als Format eignet sich ein A4-Blatt, das mittig gefaltet zwei A5-Seiten ergibt: Der Aufsteller steht von selbst, und von beiden Seiten sieht der Gast den Code. Fertige, druckfertige Vorlagen für Tischaufsteller und Aushang bekommst du kostenlos in deinem Kundenkonto bei Rankero, nachdem du dich hier registriert hast. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im Hilfe-Center.
Einsatzorte nach Branche
Entscheidend ist der Moment: Kunden bewerten am ehesten dann, wenn sie gerade ein gutes Erlebnis hatten und das Handy ohnehin in der Hand haben. Diese Orte haben sich je nach Branche bewährt:
| Branche | Wo der Link oder QR-Code steht | Guter Moment |
|---|---|---|
| Gastronomie | Tischaufsteller, Rückseite der Speisekarte, Kassenbon, Tresen | Nach dem Essen, beim Bezahlen |
| Friseur und Beauty | Spiegelbereich, Empfangstresen, Terminkarte | Direkt nach dem Ergebnis, wenn der Kunde in den Spiegel schaut |
| Handwerk | Rechnung, Abnahmeprotokoll, Visitenkarte, Servicewagen | Nach der Abnahme, wenn die Arbeit sichtbar gelungen ist |
| Praxis und Gesundheit | Wartebereich, Terminerinnerung, Praxis-Website | Nach abgeschlossener Behandlung, ohne Bezug auf Behandlungsdetails |
Gastronomie
Gäste sitzen ohnehin am Tisch und warten auf die Rechnung. Ein Aufsteller und ein QR-Code auf dem Kassenbon erreichen fast jeden.
Friseur und Beauty
Der beste Moment ist der zufriedene Blick in den Spiegel. Ein Aufsteller am Empfang und ein Hinweis beim Bezahlen genügen; Terminkarten mit QR-Code erinnern später zu Hause.
Handwerk
Handwerker haben meist keinen Laden, aber eine Rechnung. Link und QR-Code gehören auf die Rechnung und in das Abnahmeprotokoll. Wer vor Ort ein sichtbares Ergebnis abliefert, kann den Kunden persönlich bitten und den Link per Messenger gleich mitgeben.
Praxis und Gesundheit
Hier ist Zurückhaltung gefragt: nicht im Behandlungszimmer drängen und öffentlich nie auf Behandlungsdetails eingehen (Schweigepflicht). Ein dezenter Hinweis im Wartebereich genügt; beachte die berufsrechtlichen Vorgaben deiner Kammer.
Formulierungen, die zum Bewerten einladen
Die Bitte sollte kurz, freundlich und ehrlich sein. Sie darf keinen Druck aufbauen und nichts versprechen. Neutrale Formulierungen funktionieren am besten, denn sie sprechen alle Kunden an und nicht nur die glücklichen:
- „Wie war Ihr Besuch? Wir freuen uns über Ihre ehrliche Bewertung auf Google.“
- „Ihr Feedback hilft uns und anderen Gästen. Scannen Sie einfach den Code.“
- „Hat Ihnen unsere Arbeit gefallen? Dann freuen wir uns über ein paar Worte bei Google.“
Für Nachrichten per Messenger oder E-Mail eignet sich eine persönliche Vorlage:
Vielen Dank für Ihren Besuch bei [Firmenname]! Wenn Sie ein paar Sekunden Zeit haben, freuen wir uns über Ihre ehrliche Bewertung bei Google: [Link]
Weitere Strategien, Zeitpunkte und Vorlagen findest du in Mehr Google-Bewertungen bekommen: 10 legale Strategien. Wie du mit den eingehenden Bewertungen umgehst, auch mit negativen, steht in Auf negative Bewertungen antworten.
Rechtliches: Was erlaubt ist und was nicht
Ein Bewertungslink ist völlig unproblematisch. Rechtlich heikel ist, wie du ihn einsetzt. Drei Regelkreise sind wichtig: die Richtlinien von Google, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Recht der Direktwerbung. Die folgende Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung, fasst aber die Grundsätze zusammen.
Keine Gegenleistungen
Google verbietet es ausdrücklich, Bewertungen gegen Rabatte, Gutscheine, Geschenke oder die Teilnahme an Gewinnspielen anzubieten. Verstöße führen dazu, dass Bewertungen entfernt werden, und können die Sichtbarkeit des Profils beeinträchtigen. Auch wettbewerbsrechtlich sind erkaufte Bewertungen angreifbar, weil sie Verbraucher über die Echtheit der Bewertungen täuschen können.
Kein Review-Gating
Review-Gating bedeutet, Kunden zuerst nach ihrer Zufriedenheit zu fragen und nur die Zufriedenen zu Google zu schicken. Das ist laut Google-Richtlinien nicht erlaubt, weil es das Gesamtbild verfälscht. Verweise deshalb mit dem Bewertungslink immer direkt zu Google und bitte alle Kunden gleichermaßen. Kritik, die du so erhältst, ist eine Chance, es besser zu machen.
Keine Fake-Bewertungen
Bewertungen von Mitarbeitenden, Familie, Freunden oder Dienstleistern ohne echten Kundenkontakt sind verboten. Seit der Umsetzung der EU-Omnibus-Richtlinie im UWG gelten gefälschte oder in Auftrag gegebene Verbraucherbewertungen als unlautere Geschäftspraktik. Wer Bewertungen zugänglich macht, muss zudem angeben, ob und wie er sicherstellt, dass sie von echten Verbrauchern stammen (§ 5b Abs. 3 UWG). Wie du Fälschungen bei der Konkurrenz erkennst, erklärt Fake-Bewertungen erkennen und melden.
Bewertungsanfragen per E-Mail
Die persönliche Bitte vor Ort, der QR-Code im Laden und der Link auf einer Rechnung sind unkritisch. Anders ist es bei E-Mails: Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass auch Kundenzufriedenheitsanfragen per E-Mail Werbung sein können (Az. VI ZR 225/17). Ohne vorherige Einwilligung sind sie nur unter den engen Voraussetzungen von § 7 Abs. 3 UWG zulässig: Du hast die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf erhalten, bewirbst eigene ähnliche Leistungen, der Kunde hat nicht widersprochen und wurde bei Erhebung und bei jeder Verwendung auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen. Am sichersten holst du die Einwilligung bei der Buchung oder Bestellung ein.
Häufige Fehler vermeiden
- Link nie getestet: Öffne jeden Link und jeden gedruckten QR-Code vor dem Einsatz selbst.
- Falscher Standort: Bei mehreren Filialen braucht jede ihren eigenen Link und QR-Code. Verwechslungen verteilen Bewertungen auf das falsche Profil.
- Zu kleiner oder kontrastarmer Code: Gedruckte Codes in Hellgrau auf Weiß oder auf Glas mit Spiegelung werden schlecht gescannt.
- Kein Hinweis, was zu tun ist: Ein QR-Code ohne Satz davor wird gern ignoriert. Schreibe dazu, worum es geht.
- Bewerten im Laden über das eigene WLAN: Viele Bewertungen aus demselben Netz können Googles Spam-Filter auslösen. Bitte Kunden, mobile Daten zu verwenden.
- Negative Bewertungen ignorieren: Wer aktiv sammelt, bekommt auch Kritik. Antworte sachlich, und wenn eine Bewertung gegen die Richtlinien verstößt, lass sie prüfen, siehe Google-Bewertung löschen lassen.
Neue Bewertungen sammeln, alte Probleme beseitigen
Ein guter Bewertungsprozess zeigt Wirkung, braucht aber Zeit. Unberechtigte negative Bewertungen, die deinen Schnitt in der Zwischenzeit belasten, musst du nicht hinnehmen. Rankero prüft kostenlos, welche Bewertungen deines Profils gemeldet werden können. Mit dem Reputationsschutz-Abo behältst du dein Profil danach dauerhaft im Blick.
Häufige Fragen
Wie erstelle ich einen Google-Bewertungslink?
Am schnellsten mit dem kostenlosen Bewertungslink-Generator von Rankero: Unternehmen suchen, Link kopieren, QR-Code herunterladen. Alternativ rufst du den Kurzlink im Google-Unternehmensprofil unter „Bewertungen erhalten“ ab oder setzt ihn selbst aus der Place ID zusammen: https://search.google.com/local/writereview?placeid=…
Was ist die Place ID und wo finde ich sie?
Die Place ID ist die eindeutige Kennung deines Unternehmens bei Google Maps. Du findest sie mit dem „Place ID Finder“ in der Dokumentation der Google Maps Platform oder automatisch über den Rankero-Generator, der sie beim Auswählen deines Eintrags ausliest.
Darf ich Kunden einen Rabatt für eine Bewertung geben?
Nein. Google verbietet Anreize für Bewertungen, und auch wettbewerbsrechtlich ist das riskant. Bitte Kunden ehrlich um Feedback, ohne eine Gegenleistung zu versprechen.
Darf ich nur zufriedene Kunden um eine Bewertung bitten?
Du darfst persönlich im passenden Moment fragen. Ein systematisches Vorab-Filtern, bei dem nur Zufriedene zu Google weitergeleitet werden, ist Review-Gating und laut Google-Richtlinien unzulässig.
Darf ich Bewertungsanfragen per E-Mail verschicken?
Nur mit Einwilligung oder unter den engen Voraussetzungen des § 7 Abs. 3 UWG bei Bestandskunden, einschließlich Hinweis auf das Widerspruchsrecht. Der BGH hat Zufriedenheitsanfragen per E-Mail als mögliche Werbung eingestuft (Az. VI ZR 225/17).
Wie groß muss ein QR-Code für den Tischaufsteller sein?
Auf Tischen reichen etwa 4 bis 6 Zentimeter Kantenlänge, bei Aushängen sind 8 bis 10 Zentimeter sinnvoll. Wichtig sind guter Kontrast, ein freier Rand und ein Test mit mehreren Smartphones vor dem Druck.
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